[Rezension] Irene Rodrian: Meines Bruders Mörderin

Das Buch

Barbara, eine deutsche Taschendiebin in Barcelona, wird des Mordes an einem Multimillionär verdächtigt. Die Polizistin Pia und zwei ihrer Mitarbeiterinnen aus der Detektei Llimona 5 müssen Barbaras Unschuld beweisen und geraten dabei selbst in höchste Gefahr.
Es ist Fiesta in Barcelona. Raketen steigen in die Luft, auf den Straßen wird getanzt, als die junge Polizistin Pia Cortes an einen Tatort gerufen wird: Auf dem Grundstück des deutschen Millionärs Robert Reimann brennt eine Garage lichterloh, eine ganze Sammlung von Oldtimern steht in Flammen. Kein Fall für die Mordkommission, wäre da nicht die verkohlte Hand, die sich unter dem Garagentor hervorreckt. Beim Betreten der ausgebrannten Garage macht Pia eine grausige Entdeckung: Gleich zwei Leichen liegen dort, die zweite ist nicht zu identifizieren. Pias Kollegen haben schnell eine Verdächtige verhaftet: eine Taschendiebin mit schweren Brandverletzungen, die am Tatort beobachtet wurde. Doch Pia hat nicht nur die Leichen entdeckt, sie weiß auch, dass mit diesem Doppelmord etwas nicht stimmt.

Meine Meinung

Zunächst einmal passt das Buch eigentlich perfekt in unsere Zeit mit den ganzen starken weiblichen Protagonisten, obwohl es schon über 15 Jahre alt ist. Tatsächlich war dies aber kein Grund für mich, das Buch zu lesen, da ich davon nicht abhängig mache, ob ein Buch gelesen wird oder nicht. Dennoch war es aber mal etwas anderes.

Irene Rodrian beginnt damit, alle relevanten Charaktere nach und nach einzuführen und dem Leser näherzubringen – oder versucht dies zumindest. Es bleibt allerdings bei einem Versuch, denn die Figuren bleiben flach und oberflächlich, ein Zugang zu ihnen zu finden war mir so gut wie unmöglich. Dementsprechend Schwierigkeiten hatte ich auch mit der Story. Von Beginn an fehlt es mir an Spannung, alles scheint nur runtergebrochen zu sein. Man liest das Buch und zwingt sich regelrecht, wenigstens mehr als eine Seite am Stück zu lesen.

Der Doppelmord ist eigentlich ein interessanter Aspekt, aus dem man viel hätte machen können. Dieses Chance lässt die Autorin vergehen, die Lösung ist und bleibt vorhersehbar. Bis zum Schluss kam bei mir nicht das typische „Krimi-Gefühl“ auf, bei dem man mitfiebert und vor Spannung das Buch nicht weglegen kann. Leider fehlt es diesem Buch an allem, was ein gutes Buch ausmacht.

Fazit

Ich freue mich immer wieder darüber, neue Autoren für mich zu entdecken – Irene Rodrian konnte mich allerdings nicht von sich überzeugen. Bei solchen Büchern frage ich mich immer wieder aufs Neue, wieso die Autoren ihren Figuren und auch der Story nicht mehr Raum geben, um sich zu entwickeln… Leider keine Empfehlung.

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