[Rezension] Ian Manook: Der Mongole – Das Grab in der Steppe

Das Buch

Kommissar Yeruldelgger hat selten gute Tage, aber heute ist ein besonders schlechter: Erst wird in der mongolischen Steppe die Leiche eines kleinen Mädchens gefunden, tief in der Erde vergraben auf seinem Dreirad. Kurz danach entdeckt man in der Hauptstadt die entstellten Leichen chinesischer Geschäftsleute. Zwei Fälle, die Kommissar Yeruldelgger vor ein Rätsel stellen. Er ahnt noch nicht, dass die Verbrechen zusammenhängen. Und dass sie Teil eines perfiden Plans sind, der Jahre zuvor sein Leben fast zerstört hat – und ihm jetzt das wenige zu nehmen droht, das ihm noch geblieben ist …

Meine Meinung

Ian Manook war mir bisher vollkommen unbekannt, aber ich lerne immer wieder gerne für mich neue Autoren kennen. Dass dieser Krimi in der Mongolei spielt, war auf jeden Fall einer der Punkte, die mich neugierig gemacht haben. Neuer Autor, neues Terrain – einfach mal etwas anderes. Vollkommen unvoreingenommen habe ich also angefangen zu lesen und musste schnell feststellen, dass ich das Buch kaum weglegen konnte.

Manooks Schreibstil ist fesselnd, er versteht es, die Figuren zum Leben zu erwecken und die Mongolei greifbar zu machen. Dennoch brauchte ich ein wenig Zeit, um mit Yeruldelgger „warm zu werden“. Das lag aber nicht daran, dass er nicht gut genug ausgearbeitet war, sondern – im Gegenteil – eher an seinem unglaublich schwierigen und zum Teil kaputten Charakter. Als ich über diesen Punkt dann hinaus war, machte das Lesen umso mehr Spaß. Auch die anderen Figuren haben Tiefe, Ecken, Kanten, aber auch weiche Seiten.

Die Story ist von vorne bis hinten stimmig. Spannung wird von Beginn an aufgebaut und es gab kein Kapitel, das auch nur ansatzweise langweilig gewesen ist. Einziges Manko: die Kapitel-Titel… hier hätte der Autor (oder Lektor) durchaus etwas einfallsreicher sein können.

Fazit

Der Krimi ist mal etwas völlig anderes gewesen, da ich normalerweise Krimis und Thriller lese, die in England, Deutschland oder den USA spielen. Die fremde Umgebung und Kultur wird toll transportiert und hat mich neugierig auf den nächsten Band mit Kommissar Yeruldegger gemacht. Klare Lese-Empfehlung!


Eine weitere Besprechung zu diesem Buch findet ihr bei patpalbooks.

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