[Rezension] Alex Kershaw: Der Befreier

Die Geschichte eines amerikanischen Soldaten im Zweiten Weltkrieg

Das Buch

500 Tage Krieg im fernen Europa.

Felix Sparks (1917–2007) stammte aus einer bitterarmen Bergarbeiterfamilie in Arizona und ließ sich nach der High School von der Armee anwerben, weil er in der Depression keine Arbeit fand. Danach ging er ans College, um Jura zu studieren, und wurde erneut einberufen, als die USA 1941 in den Krieg eintraten.

Ein amerikanischer Soldat auf dem europäischen Kriegsschauplatz

Sparks nahm teil an der Invasion Siziliens 1943, war der einzige Überlebende seiner Einheit bei der Schlacht von Anzio, überlebte die deutsche Ardennenoffensive, den Häuserkampf in Aschaffenburg und kommandierte die Einheit, die Dachau befreite.

Der Alltag an der Front, der Tod der anderen, die eigene Todesangst, Heimweh, Furcht und Tapferkeit, Hass, das Wunder und das Schuldgefühl des Überlebens – die ganze Psychologie des Krieges. Der Versuch, sich die Menschlichkeit zu bewahren, vor allem die Sinnfrage: Warum machen wir das? Sie beantwortete sich für Sparks endgültig, als er nach Dachau kam.

Quelle: http://www.dtv.de

Meine Meinung

Der Zweite Weltkrieg hat mich als Historikerin schon immer besonders interessiert und gerade individuelle Schicksale und Blickwinkel fesseln mich. Aus diesem Grund kam ich an Alex Kershaws Werk gar nicht vorbei!

Kershaw hat für DER BEFREIER gründlich recherchiert, Zeit in Archiven verbracht und natürlich unzählige Interviews mit Felix Sparks, dem Offizier, um den es hier geht, geführt. So ist ein Buch entstanden, das den Lesenden von der ersten Seite an in seinen Bann zieht und das Leben von Sparks im Zweiten Weltkrieg anschaulich darstellt. Zum Teil fassungslos blickt man beim Lesen auf die Zeilen, einige Sätze oder sogar Absätze musste ich mehrmals lesen, um begreifen zu können, was Sparks durchgestanden hat.

Natürlich gehört zum Allgemeinwissen Vieles über die Konzentrationslager der Nationalsozialisten und die großen Offensiven des Zweiten Weltkriegs – dieses Buch beleuchtet jedoch auch die kleinen Ausfälle und Vormärsche von Italien bis nach Dachau, bei denen Felix Sparks oft an vorderster Front dabei war. Der Autor hat damit ein Werk geschaffen, das aus der Hand zu legen kaum möglich ist.

Fazit

Tiefe Einblicke in das Schicksal Felix Sparks‘ im Zweiten Weltkrieg gewährt DER BEFREIER definitiv – und das auf eine Art und Weise, die mich auch Tage danach nicht ganz losgelassen hat. Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der sich für Geschichte und/oder Einzelschicksale im Zweiten Weltkrieg interessiert.

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